Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.)  mit Stand vom 15.8.2022


Bekanntmachung. zu dem Abkommen über die Zuständigkeit. des Amtsgerichts Hamburg für die seerechtlichen Verteilungsverfahren zwischen dem Land Baden-Württemberg, dem Freistaat Bayern, dem Land Berlin, dem Land Brandenburg, der Freien Hansestadt Bremen, dem Land Hessen, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Land Niedersachsen, dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Land Rheinland-Pfalz, dem Saarland, dem Freistaat Sachsen, dem Land Sachsen-Anhalt, dem Land Schleswig-Holstein, dem Land Thüringen und der Freien und Hansestadt Hamburg vom 6. November 1991


Inhaltsverzeichnis:

Normüberschrift

Bekanntmachung. zu dem Abkommen
über die Zuständigkeit. des Amtsgerichts Hamburg
für die seerechtlichen Verteilungsverfahren
zwischen dem Land Baden-Württemberg,
dem Freistaat Bayern, dem Land Berlin,
dem Land Brandenburg, der Freien Hansestadt Bremen,
dem Land Hessen, dem Land Mecklenburg-Vorpommern,
dem Land Niedersachsen, dem Land Nordrhein-Westfalen,
dem Land Rheinland-Pfalz, dem Saarland, dem Freistaat Sachsen,
dem Land Sachsen-Anhalt, dem Land Schleswig-Holstein,
dem Land Thüringen und der Freien und Hansestadt Hamburg
vom 6. November 1991

Vom 27. Februar 1992 (Fn 1)

Das Land Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern, das Land Berlin, das Land Brandenburg, die Freie Hansestadt Bremen, das Land Hessen, das Land Mecklenburg-Vorpommern, das Land Niedersachsen, das Land Nordrhein-Westfalen, das Land Rheinland-Pfalz, das Saarland, der Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt, das Land Schleswig-Holstein, das Land Thüringen und die Freie und Hansestadt Hamburg haben am 6. November 1991 das Abkommen geschlossen.

Das Abkommen wird nachfolgend bekanntgemacht.

Der Tag des Inkrafttretens des Abkommens nach seinem § 5 wird gesondert bekanntgemacht.

Der Ministerpräsident
des Landes Nordrhein-Westfalen

Abkommen
über die Zuständigkeit des Amtsgerichts Hamburg
für die seerechtlichen Verteilungsverfahren

Das Land Baden-Württemberg,

der Freistaat Bayern,

das Land Berlin,

das Land Brandenburg,

die Freie Hansestadt Bremen,

das Land Hessen,

das Land Mecklenburg-Vorpommern,

das Land Niedersachsen,

das Land Nordrhein-Westfalen,

das Land Rheinland-Pfalz,

das Saarland,

der Freistaat Sachsen,

das Land Sachsen-Anhalt,

das Land Schleswig-Holstein,

das Land Thüringen

und

die Freie und Hansestadt Hamburg

schließen vorbehaltlich der Zustimmung ihrer verfassungsmäßig berufenen Organe nachstehendes Abkommen.

§ 1

Die seerechtlichen Verteilungsverfahren werden dem Amtsgericht Hamburg für das Gebiet der Länder Baden-Württemberg, Freistaat Bayern, Berlin, Brandenburg, Freie Hansestadt Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Freistaat Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen übertragen.

§ 2

Für die bei dem Inkrafttreten dieses Abkommens bereits anhängigen Verfahren verbleibt es bei den bisherigen Zuständigkeiten.

§ 3

Die Freie und Hansestadt Hamburg verzichtet auf Kostenausgleichsansprüche gegen die an diesem Abkommen beteiligten Länder; sie erhält die Einnahmen des Amtsgerichts Hamburg aus den ihm übertragenen Verfahren.

§ 4

Das Abkommen kann mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden, und zwar sowohl von der Freien und Hansestadt Hamburg gegenüber allen oder einzelnen Ländern als auch von den einzelnen Ländern gegenüber der Freien und Hansestadt Hamburg.

§ 5 (Fn 2)

Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation. Die Ratifikationsurkunden werden bei der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg hinterlegt. Das Abkommen tritt mit dem Ersten des Monats in Kraft, der auf den Tag der Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde folgt. Die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg teilt den übrigen an dem Abkommen beteiligten Ländern die Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde mit.

§ 6

Mit dem Inkrafttreten dieses Abkommens tritt das zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Freistaat Bayern, Berlin, Freie Hansestadt Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Freie und Hansestadt Hamburg geschlossene Abkommen über die Zuständigkeit des Amtsgerichts Hamburg für Verteilungsverfahren nach der Seerechtlichen Verteilungsordnung vom 3. November 1972 außer Kraft.

Berlin, den 6. November 1991

Für das Land Baden-Württemberg
Der Justizminister

gez. Helmut Ohnewald

Für den Freistaat Bayern
Für den Ministerpräsidenten
Die Staatsministerin der Justiz

gez. Dr. M. Berghofer-Weichner

Für das Land Berlin
Für den Regierenden Bürgermeister
Die Senatorin für Justiz

gez. Jutta Limbach

Für das Land Brandenburg
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz

gez. Hans Otto Bräutigam

Für die Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Justiz und Verfassung

gez. Volker Kröning

Für das Land Hessen
Die Hessische Ministerin der Justiz

gez. Hohmann-Dennhardt

Für das Land Mecklenburg-Vorpommern
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister für Justiz, Bundes- und
Europaangelegenheiten

gez. Ulrich Born

Für das Land Niedersachsen
Für den Niedersächsischen
Ministerpräsidenten Niedersächsisches Justizministerium

gez. H. Alm-Merk (Ministerin)

Für das Land Nordrhein-Westfalen
Für den Ministerpräsidenten
Der Justizminister

gez. Rolf Krumsiek

Für das Land Rheinland-Pfalz
In Vertretung des Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz

gez. Peter Caesar

Für das Saarland
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz

gez. Walter

Für den Freistaat Sachsen
Für den Ministerpräsidenten
Der Staatsminister der Justiz

gez. Steffen Heitmann

Für das Land Sachsen-Anhalt
Für den Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz

gez. Walter Remmers

Für das Land Schleswig-Holstein
Für den Ministerpräsidenten
Der Justizminister

gez. Klingner

Für das Land Thüringen
Der Minister für Justiz, Bundes- und
Europaangelegenheiten

gez. Hans-Joachim Jentsch

Für den Senat der Freien und
Hansestadt Hamburg

gez. Lore Maria Peschel-Gutzeit

Fußnoten:

Fn 1

GV. NW. 1992 S. 95

Fn 2

s. Bek. v. 2. 4. 1993 (GV. NW. S. 154)